Asklepios Dream Art
Traumsequenzen in Wortbildern.
Fast allen Bildkompositionen liegt keine spezielle Gestaltungsidee zugrunde, sondern sie sind größtenteils das Ergebnis dessen, was gewisserweise aus sich selbst heraus zusammenfand und ineinander schmiegte. Übrigens, ein Klick auf die Bilder zeigt diese in größerer Darstellung.
11 Februar 2006
Der Geheimorden und das große Tarocchi
- Ein Traum in dreizehn Bildern -
Sakraler Raum
Keine Aufenthaltserlaubnis – nicht erwischen lassen.
Zwei wache Männer zu Versuchszwecken aufgebahrt.
Die Öffentlichkeit soll nichts erfahren.
Mittelgang
Lange Tafel - mit weißem Damast gedeckt.
Ort des Geheimordens
Niemand weiß davon.
Geheimbündler
Sie wähnen einen Spion in mir.
Das Geheimwissen ist in Gefahr.
Verborgene Blicke folgen misstrauisch.
Auf dem Weg zum Altar
Schweigendes Raunen im hohen Hallengang – sakrale Schwingung.
Ein Blues Brother steht dort.
Lockt mit verdeckten Gesten.
Zum Tisch des Herren
Ich folge meinem Weg.
Mein Weg folgt dem Locken des Mannes.
Spärliches Sonnenlicht dringt durch hohe Fenster
Erste Offenbarung
Der Brother reißt ein Stück spröden Packpapiers fort.
Teil eines alten Gemäldes.
Fingerspitzen gleiten darüber - tastend.
Die Erschaffung Evas
Das Gemälde liegt frei.
Lüstern sein Blick auf meinem Gesicht.
Liebesspielende… die Körper plastisch – fühlbar.
Reaktion
Kühl – changierende Farben.
Interessante Variante sexueller Anregung!
Seine Hände zittern.
Die Auflösung
„Der Gehängte“ - von Gilb überzogen.
Der Mann streckt seinen Finger aus
- dem göttlichen Funken entgegen.
„Die Liebenden“
Vier mal vier Bilder - eine Karte bleibt übrig.
Die alte Ordnung wieder hergestellt.
Großes Arkanum - arabische Ziffern.
Das Spiel
Mächtige Wirkung, verstärkt vom heiligen Raum.
Ja, es ist mir verboten!
Der Mann nickt zufrieden und schweigt.
Der Spion
Schnüffler mit dunklem Hut – Hände im Mantel vergraben.
Sein Kopf lose mit Papierstreifen umwickelt.
Augen zu erahnen zwischen schaurigen Schlitzen.
Das Ungewisse
Sein Gesicht im Dunkel verborgen – spähende Blicke.
Vielleicht erkennt er mich!
Mit langsamen Schritten verlasse ich den Raum…
10 Februar 2006
09 Februar 2006
Vor dem Abschied
Unbeherrschter Sturmwind
Regen sprengt finstere Wolken
Bald durchdringt es die schützende Hülle
Zeit zum Abschiednehmen.
08 Februar 2006
Apfelblütenland
Weite Wiesen, milder Sommer
Sanftrosa fließt in Kreideweiß
Der Himmel strahlendblau
Die Zeit überholt sich
vom Sommer in den Herbst
Blätter – grün und golden
Ich bin ein Nichts im Krug
Hohe Gräser singen wiegend
Liebe bewahrt vor dem Zerbrechen
Jahre… Menschenleben…
Wehmut - alles vergeht
und Neues entsteht
Orangerotes Land voller Wärme
entsteht nach meiner Zeit
- der Schmerz ist süß.
Sanftrosa fließt in Kreideweiß
Der Himmel strahlendblau
Die Zeit überholt sich
vom Sommer in den Herbst
Blätter – grün und golden
Ich bin ein Nichts im Krug
Hohe Gräser singen wiegend
Liebe bewahrt vor dem Zerbrechen
Jahre… Menschenleben…
Wehmut - alles vergeht
und Neues entsteht
Orangerotes Land voller Wärme
entsteht nach meiner Zeit
- der Schmerz ist süß.
07 Februar 2006
Wasserdraisine
Vergangenheit… eine Seeschlacht.
Das Meer wogt dunkel mit breiter weißer Gischt.
Schiffchen gehen auf hohen Wellen rauf und runter.
Klassische Melodien erklingen im Hintergrund –
von schwerer, fast schmerzlicher Leichtigkeit getragen.
Ein kleiner kecker Mann in schwarzem Gehrock,
mit weißen Manschetten und langen Hemdkragen,
schwarze schmale Stifthose und Gamaschen.
Ein Hütchen aufrecht auf seinem Kopf.
Die Augen weit aufgerissen, gen Horizont gerichtet.
Den Mund staunend offen: Ooooooooh…
Vor Überraschung vollkommen unerschrocken
pumpt er den Hebel der Wasserdraisine auf und nieder,
die ihn unbeirrt über den weiten Ozean trägt.
Die Nase im Wind – er hält sich gut fest.
06 Februar 2006
Im Rübezahl-Wald
Neben dem Backsteingebäude ein Behälter mit Zwiebeln. Die braunen Häutchen sind schnell entfernt. Es ist gut, den Weg ohne unnötige Last zu gehen.
Warnung: gebt Acht - Stürme und Gewitter fegen über Land!
Das Unwetter – ein altes Hutzelmännlein mit langem Bart, Filzhut und abgetragenen Anzug – tobt heran, erfasst uns.
Uralte Bäume rauschen und raunen mit wispernden Stimmen. Die Stämme tief gefurcht. Die Baumkronen schütteln ihr aufgewühltes dunkelgrünes Laub an knorrigen alten Ästen. Der brausende Wind wirbelt Abgestorbenes auf. Violettblaue Wolken hängen schwer und tief – drücken nieder.
Mitten im finsteren Wald: eine russische Basilika – uralt und schnörkellos. Gekalkte Wände, ein altes Spitzbogenfenster – gelbbuntes Glas in grobem Mosaik. Unsere Körper wirbeln wie Laub durch die heilige Stätte.
So flieht, so flieht doch!!! Verlasst diesen Ort vor seinem Untergang!!!
Mein Blick geht zum Fenster, dem einzigen Ausweg.
Nur: ich möchte nichts zerstören!
Die mächtigen Bäume biegen sich ächzend im Sturm:
„Hinaaaaus…! Hinaaaaus…!“
Warnung: gebt Acht - Stürme und Gewitter fegen über Land!
Das Unwetter – ein altes Hutzelmännlein mit langem Bart, Filzhut und abgetragenen Anzug – tobt heran, erfasst uns.
Uralte Bäume rauschen und raunen mit wispernden Stimmen. Die Stämme tief gefurcht. Die Baumkronen schütteln ihr aufgewühltes dunkelgrünes Laub an knorrigen alten Ästen. Der brausende Wind wirbelt Abgestorbenes auf. Violettblaue Wolken hängen schwer und tief – drücken nieder.
Mitten im finsteren Wald: eine russische Basilika – uralt und schnörkellos. Gekalkte Wände, ein altes Spitzbogenfenster – gelbbuntes Glas in grobem Mosaik. Unsere Körper wirbeln wie Laub durch die heilige Stätte.
So flieht, so flieht doch!!! Verlasst diesen Ort vor seinem Untergang!!!
Mein Blick geht zum Fenster, dem einzigen Ausweg.
Nur: ich möchte nichts zerstören!
Die mächtigen Bäume biegen sich ächzend im Sturm:
„Hinaaaaus…! Hinaaaaus…!“
05 Februar 2006
Lebensbaum
Große unverhüllte Fenster im Regenbogen.
Der Herbst erzählt, was das Orakel sagte:
„Ich werde dieses Jahr heiraten!“
Ein schelmisches Grinsen:
„Ich werde dieses Jahr nicht heiraten.“
Der Herbst ist eine alte Kräuterhexe
– die Nase spitz und leicht gekrümmt.
Sie beugt sich mit listigem Blick
– schaut mir forschend in die Augen.
Interessiert hört sie mir zu,
beißt aufgeregt in einen harten Apfelschnitz.
„Ich bin schon verheiratet!“
In der Mitte ein Lebensbaum.
An seinem Stamm Kalenderblätter.
Die geöffnete Kastanienschale enthüllt Walnusskerne.
Eines der Bilder des vergangenen Jahres.
Trifft dies den Geschmack der Kräuterhexe?
Üppig wogt das Getreidefeld – kurz vor der Ernte, reife Ähren.
Sonnenlicht scheint, wie durch dunklen Wolkenfilter.
Das alte Gebäude mittendrin mit dunkelrotem Schieferdach.
Ein gebündelter Lichtstrahl zentriert
- durchdringt jegliche Distanz und Muster
Der Herbst erzählt, was das Orakel sagte:
„Ich werde dieses Jahr heiraten!“
Ein schelmisches Grinsen:
„Ich werde dieses Jahr nicht heiraten.“
Der Herbst ist eine alte Kräuterhexe
– die Nase spitz und leicht gekrümmt.
Sie beugt sich mit listigem Blick
– schaut mir forschend in die Augen.
Interessiert hört sie mir zu,
beißt aufgeregt in einen harten Apfelschnitz.
„Ich bin schon verheiratet!“
In der Mitte ein Lebensbaum.
An seinem Stamm Kalenderblätter.
Die geöffnete Kastanienschale enthüllt Walnusskerne.
Eines der Bilder des vergangenen Jahres.
Trifft dies den Geschmack der Kräuterhexe?
Üppig wogt das Getreidefeld – kurz vor der Ernte, reife Ähren.
Sonnenlicht scheint, wie durch dunklen Wolkenfilter.
Das alte Gebäude mittendrin mit dunkelrotem Schieferdach.
Ein gebündelter Lichtstrahl zentriert
- durchdringt jegliche Distanz und Muster















